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Geschichte

Geografische Gliederung der Schweiz

Karte der wichtigsten Landschaften der Schweiz: Alpen, Jura, Mittelland

Die Schweiz ist geografisch in fünf Landschaftszonen gegliedert:

  • Die Alpen machen knapp zwei Drittel der Fläche der Schweiz aus.
  • Der Jura, ein erdgeschichtlich älteres Gebirge, das dem gleichnamigen Erdzeitalter den Namen gegeben hat, nimmt rund 10% der Fläche entlang der Westgrenze zu Frankreich und in Ausläufern in der Nordwestschweiz ein.
  • Nördlich des Juras liegt die Stadt Basel mit ihren Agglomerationsgemeinden geologisch noch in der Oberrheinischen Tiefebene.
  • Zwischen Jura und Alpen einerseits und zwischen Bodensee und Genfersee andererseits liegt auf einer Höhe von rund 400 m das relativ flache (aus norddeutscher Sicht: ziemlich hügelige) schweizerische Mittelland, das nur rund einen Viertel der Fläche der Schweiz ausmacht, aber zusammen mit der Region Basel mehr als drei Viertel der Bevölkerung beherbergt.
  • Im Übergang zwischen Mittelland und Alpen gibt es in der Zentral- und Ostschweiz ausgedehntere voralpine Hügelzonen, ebenso im Tessin (Südschweiz) zwischen der norditalienischen Poebene und den Alpen.


Gliederung der Alpen

Die tief eingegrabenen Flusstäler von Rhône, Aare, Reuss, Ticino und Rhein sind erst nach der Faltung der Alpen im Laufe der Jahrtausende durch die Kräfte von Gletschereis und Flusswasser entstanden.

Besonders markant ist das Rhonetal zwischen Rhonegletscher und Genfersee, es ist für die französischsprachigen Schweizer das Tal schlechthin: le Valais. Es bildet mit seinen Seitentälern den zweisprachigen Kanton Valais (deutsch: Wallis). Zwischen dem oberen Aaretal (Berner Oberland) und dem Rhonetal liegen die Berner Alpen, zwischen dem Rhonetal und dem italienischen Aostatal die Walliser Alpen. In den Walliser Alpen findet man auf der Grenze zu Frankreich und Italien die höchsten Gipfel der Alpen: Mont Blanc, Dufourspitze, Dom, Weisshorn und Matterhorn.

Die Zentralschweizer Alpen können punkto Höhe der Gipfel nicht mit den Berner und Walliser Alpen mithalten. Dafür ist das Gebiet um den Gotthardpass im alpenüberquerenden Transitverkehr sowohl auf der Schiene wie auf der Strasse bedeutender. Die herausragende Bedeutung der Handelsroute über den Gotthardpass als kürzeste Verbindung von Mailand in die Städte der deutschsprachigen Schweiz und am Rhein spielte schon bei der Entstehung der Schweizerischen Eidgenossenschaft eine wesentliche Rolle. Über die Jahrhunderte ist im Bewusstsein der Schweizer ein Gotthard-Mythos gewachsen, der im Zweiten Weltkrieg seinen Höhepunkt erlebte, aber bis heute nachwirkt. Die einfache geografische Tatsache, dass im Gotthardgebiet fünf der wichtigsten Flüsse der Schweiz (Vorderrhein, Reuss, Aare, Rhône und Ticino) entspringen und nach allen Himmelsrichtungen fliessen wurde dabei (über)reichlich mit symbolischer Interpretation befrachtet.

Die Bündner Alpen werden durch die beiden Arme des Rheins (Vorderrhein und Hinterrhein) und den Inn unterteilt. Die höchsten Gipfel liegen zwischen dem Engadin (oberes Inntal) und dem Veltlin (Valtellina, Norditalien).

Siehe auch: Tabelle der höchsten Berge der Schweiz.


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